Luftaufnahmen der Klosterkirche Rheinau von Peter Fischer
Peter Fischer – Schaffhauserstrasse 105 – 8302 Kloten – Switzerland
E-Mail: p.fischer@freiraum-fotografie.ch – Web: peterfischer-photography.com
Römisch-katholische Pfarrei Liebfrauen Rheinau
Herzlich Willkommen!
Idyllische Lage auf der Insel Rheinau in der Rheinschlaufe
Bauherr der Klosterkirche war Abt Gerold II. Zurlauben, sein Baumeister der bekannte Barockbaumeister Franz Beer. Von 1705 bis 1711 erbaut, sticht heute die stämmige Doppelturmfront hervor. Grund für dieses eher ungewöhnliche Erscheinungsbild: Die ursprüngliche, romanische Kirche von 1114 erhielt 1572 – 1578 einen Turm vorgesetzt, der beim Bau der heutigen Klosterkirche als Auflage des Abtes erhalten werden musste. Damit die Kirche einheitlich wirkt, wurde dem alten Südturm eine Kopie beiseite gestellt, der Nordturm.
Impressum: H. Güttinger/M. von Känel/Peter Fischer
Peter Fischer – Schaffhauserstrasse 105 – 8302 Kloten – Switzerland
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Innenraum
Die heutige Rheinauer Klosterkirche wurde von 1705 bis 1711 erbaut und der Innenausbau mit dem Einbau der Kanzel 1756 beendet. Vom mittelalterlichen Vorbau blieb einzig der Südturm von 1578 erhalten. In ihm findet man das romanische Portal von 1114 mit dem Tympanon. Bauherr war Abt Gerold II, Zurlauben, Erbauer war Baumeister Franz Beer. Die Klosterkirche ist eine imposante Wandpfeilerhalle gemäss den Prinzipien des Vorarlberger Münsterschemas.
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Der Tessiner Maler Francesco Antonio Giorgioli (1655 – 1725) aus Meride setzte die Fresken gemäss der Spezifikation des Klosters 1708/1709 um und malte sie mit Wasserfarben auf frischen Putz. Übermalungen wie z.B. Schraffierungen hat Giorgioli nachträglich al secco aufgetragen. Die Fresken sind unverändert erhalten und zeigen beispielhaft die ursprüngliche Frische und Unverfälschtheit, die Farbigkeit, die Helligkeit und Transparenz. Auffällig ist auch ihr Figurenreichtum. Der Hauptzyklus der Fresken im Hauptschiff widmet sich der Verehrung Mariens, der die Kirche geweiht ist. Über dem Chor befindet sich das Gloria Omnium Sanctorum. Das Fresco kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Auch eine Selbstdarstellung Giorgiolis kann man in diesem Fresco finden: In Gestalt eines Bettlers kniet er neben dem Hl Martin, der mit ihm den Mantel teilt (am rechten Bildrand). In den Seitenschiffen findet sich der Zyklus von Leben und Leiden Christi.
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Der Marienaltar ist eine Stiftung des Klosters Muri. Das Altarblatt zeigt Maria mit dem Christuskind als Rosenkranzkönigin, die dem Hl. Dominikus den Rosenkranz übergibt. Daneben kniet die Hl. Katharina von Siena.
Die Statue mit dem Jesuskind wird gemäss dem Kirchenkalender elfmal im Jahr eingekleidet.
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Im Kirchenschiff (Laienkirche) befinden sich Kreuzaltar und Marienalter und sechs weitere Altäre, deren Heilige Schutzheilige der Klosterkirche Rheinaus sind. In der hinter dem Chorgitter liegenden Ordenskirche steht der Hochaltar und und in den Querflügeln die Altäre von Hl. Benedikt und Hl. Blasius.
Die Säulen der Altäre sind aus Holz und kunstvoll mit Marmordekor bemalt. Aufmerksame Betrachtende können dort „Marmorgesichter“ entdecken, vor allem am Deodatusaltar, aber auch am Theodoraaltar. Es sind skizzenhafte Gesichter und Figuren, die geschickt in die Marmorierung integriert wurden. Man kann auch Fische, Muscheln, Tiere und Pflanzen aufspüren. In den Tabernakeln befinden sich Reliquien, die kunstvoll in Figuren eingearbeitet wurden.
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Tympanon im Südturm: Das Tympanon ist um 1100 entstanden und ist eines der ältesten plastisch gestalteten Bogenfelder der romanischen Kunst. Der Bildinhalt ist restlos aus altchristlichen Motiven aufgebaut, die jedoch im Geiste des Mittelalters den wichtigen Teil der Heilsgeschichte verkünden: die Bedrohung des Menschen durch die Mächte der Finsternis, seine Erlösung durch die Eucharistie und seine Ruhe in Gott. Jedes Detail des Bogenfensters hat eine symbolische Bedeutung.
Quelle: Reinle Adolf: Das romanische Tympanon der Klosterkirche Rheinau, Zeitschrift: Schaffhauser Beiträge zur vaterländischen Geschichte, Band 45, Jahr 1968
Zu finden bei: http://www.e-periodica.ch
Chorgestühl: Geschaffen 1707 bis 1710. Es besteht aus massivem Nussbaumholz, Spiegel und Füllungen sind furniert und auf Blindtäfer aus Tannenholz befestigt. Auf Sockeln aufgereiht stehen die Apostel, in die Medaillons sind die für Rheinau bedeutenden Heiligen geschnitzt, über Abts- und Priorensitz stehen eine Marien- und Christusskulptur.
Fintansgrabmal: 1710 wird das Grabmal von Josef Anton Tschupp aus Villinger Kalkstein neu erbaut und mit der bereits bestehenden steinernen Statue versehen. Der Hl. Fintan lebte von ca. 854 bis zu seinem Tode als Inkluse auf der Insel. * 803-804 in Leinster, Irland; † 15. November 878, Rheinau
Im Rahmen einer Führung kann der Chor mit Chorgestühl, Fintansgrab, Chororgel und dem Deckengemälde Gloria omnium sanctorum besichtigt werden.
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